Peter Escher: Eine Fluchtgeschichte
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"Meine Frau Ulrike und ich waren fest entschlossen, die DDR über Ungarn zu verlassen. Daheim lagen schon seit Monaten die Visa für eine Woche Budapest-Urlaub, den wir jedes Jahr gemacht haben. Und diesmal sollte es eine Reise ohne Rückkehr werden. Wir mussten uns sehr schnell entscheiden. Inzwischen hatte DT 64 meinen Resturlaub gestrichen, weil ich für Susanne Daubner die Nachrichtenschichten übernehmen sollte. Sie war wenige Tage zuvor über Jugoslawien in den Westen geflohen." (....) Lesen Sie mehr
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Aufbruch in ein neues Leben
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Beate Nagel: Unser Jahr 1989
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"Ja, und dann war es wieder ein Donnerstag, der 9. November, und wir gingen in den Dom. Der Pfarrer verlas ein Telegramm, er sprach von Reisefreiheit, aber so richtig verstand niemand dessen Bedeutung. Erst als wir zu Hause Fernsehen sahen, verstanden wir es schon ein kleines bisschen besser. Wir guckten die ganze Nacht was in Berlin geschah, wir lachten und ich weinte." (...)
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Beate Nagel mit Familie in Italien
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| Jürgen Frank: Das Kofferradio in Sofia |
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"So saß ich nun am 9. November abends in meinem Hotelzimmer, ein Ohr am Kurzwellenradio und das andere und die Augen auf den Fernseher gerichtet. Ich weiß es nicht mehr genau, aber das sowjetische Fernsehen berichtete fast ohne Unterbrechung. Ich hörte von der heute so berühmten Pressekonferenz." (...)
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Jürgen Frank, glücklich über das Radio
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Carsten H.: Als Soldat am Brandenburger Tor
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"Um elf wurden wir dann im Kinosaal über die Ereignisse der letzten Nacht aufgeklärt. Ich und mein Kumpel konnten dies nicht glauben. Ich musste meine Tränen und meine Freude unterdrücken. Dann dachte ich aber daran, dass ich ja bei der Armee bin und noch drei Jahre warten muss, bis ich auch endlich mal “rüber” darf. Ein schrecklicher Gedanke! Ich hatte ja keinen Ausweis, nur einen Wehrdienstausweis." (...)
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Die Kompanie am 13. November 1989
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| Burckhard Mahlke: Fotograf in Halberstadt |
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"Den 26. Oktober 1989 werde ich nie vergessen. Der Tag, an dem hier bei uns in Halberstadt alles anders wurde. Es war sozusagen die erste große „Montagsdemo" hier. Ähnlich wie bei den Friedensgebeten in Leipzig, hatten sich bei uns schon viele Wochen jede Woche die Menschen in der Martinikirche getroffen, der großen Stadtkirche im Zentrum, in Sichtweite des Halberstädter Doms, mit seinen zwei ungleichen Türmen ist die Martinikirche das Wahrzeichen von Halberstadt. Zu „Gebeten für unser Land", (....) Lesen Sie mehr
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Burckhard Mahlke
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Hannelore Mussar: Von der Geschichte überrascht
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"Angesichts der neuen Situation konnte man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Die Euphorie der Schüler kannte keine Grenzen. Sie bestürmten mich mit Fragen. Mir bereitete es Freude, ganz offen mit ihnen zu diskutieren. An so einem Tag mussten die Vorbereitungen in der Tasche bleiben. Etwas nicht möglich Gehaltenes war passiert, einfach Wahnsinn!" (...)
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Hannolore Mussar, Geschichtslehrerin in der DDR
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Jens Heidenreich: Nachrichtensperre in der NVA
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"Im Radio haben wir an den letzten Tagen vor der Grenzöffnung nichts mitbekommen, da man es uns wegnahm. Auch durfte niemand mehr in den Ausgang oder Urlaub. Ich weiß aber nicht mehr, wie lange dieser Zustand anhielt. Jedenfalls wurden auch die im Gelände vorhanden Münztelefone abgestellt, aber es wurde nicht gesagt warum. Ich war auch noch so naiv zu glauben, die Telefonleitung sei gestört - über Tage!" (...) Lesen Sie mehr
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Mit Familie im heimischen Zittau
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