Mein Herbst 89 - Erlebnisberichte
 
Eine Aktion von
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Schirmherr der Aktion
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BM Wolfgang Tiefensee
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Karin Barth: Die Idee mit den farbigen Ansichtskarten

Mein Herbst 89


es war eine bewegende Zeit für mich, deshalb kann ich mich auch noch äußerst gut erinnern.

Die alltägliche Hausarbeit als Mutter von drei Töchtern beschäftigte mich sehr. Eingebunden in diese Tätigkeit versäumte ich dennoch nicht das Liebesleben meiner jüngsten Tochter. Eines Tages wurde sie mit einem beträchtlich großen Strauß langstieliger roter Rosen überrascht. Sie lernte in unserem vorangegangenen Urlaub in Bulgarien einen jungen Mann kennen und lieben, sah aber keine Chance für ein Zusammenkommen mit ihm. Und nun - die Wende, der Umbruch - meine Tochter jubelte, strahlte vor Glück, denn die Möglichkeit eines Besuches war nun gegeben.

Im Gegensatz zu meiner Jüngsten, nahm der Rest der Familie die Wiedervereinigung gelassen hin. Bekannte hingegen waren euphorisch, sie zog es gleich in den Goldenen Westen. Mein Mann und ich glaubten erst nicht an die Wende, doch nach und nach entstanden Ideen, Bedürfnisse, Pläne.

So kam es, dass wir den Mut aufbrachten, farbige Ansichtskarten auf den Markt zu bringen. Wir waren die Ersten und hatten eine famose Marktlücke entdeckt!
Wie mein Mann und ich dies umsetzten und sich dadurch unser Leben völlig veränderte ist in meinem Buch „vergeben und vergessen" nachzulesen, welches 2001 erschien.

Ich bin Zeitzeuge- eine Frau zwischen zwei Welten, mit Tiefen und Höhen einer Geschäftsfrau.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Barth

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