Mein Herbst 89 - Erlebnisberichte
 
Eine Aktion von
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Schirmherr der Aktion
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BM Wolfgang Tiefensee
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Hubert Maasch: Im Leipziger Großbetrieb

Schicksaljahr 1989

Ich, Hubert Maasch, war nicht als erster bei den „Montagsdemonstrationen in Leipzig" dabei. Erst als Mitte Oktober 1989 die Gefahr eines bewaffneten Eingreifens seitens der „DDR-Machtorgane" vorbei war, habe ich an den Demonstrationen teilgenommen.
Ich hatte so einigen „Zoff mit der Stasi" - sollte mit ins Internierungslager nach „Leipzig - Markleeberg". Das habe ich erst nach der „Wende" erfahren.
Ich bin jahrelang von der Stasi überwacht worden. Die hätten nur auf eine „Provokation" von mir gewartet.
Zur Wendezeit muß ich an eine Diskussion zurückdenken, die ich genau 10 Jahre vorher in einem „Leipziger Großbetrieb" hatte, in dem ich damals arbeitete. Ich hatte mich mit einem jungen Arbeiter angefreundet. Ein Jugendlicher, 17 Jahre, Hilfsarbeiter, Abschluß 8. Klasse. Wir frühstückten und sprachen über unsere gemeinsamen Interessen: Militaria, Geschichte und Sowjetarmee.
Auf einmal sagte mein Kollege: „Die russischen Soldaten haben noch mehr die Schnauze voll als wir. Die sind gar nicht so - so 'rot-bolschewistisch'. Ich habe mich mal mit einigen unterhalten. Wenn es mal bei uns soweit ist, dann helfen uns die Russen gegen die Kommunisten!"
Genau so ist es gekommen.


Hubert Maasch an seiner Drehbank
Hubert Maasch an seiner Drehbank in einem Leipziger Großbetrieb "Kirowwerk" in Leipzig. Zur Wendezeit "Herbst 1989"

DDR - Schrottstahl
Westen - Kruppstahl
Russen - Diebstahl

Hubert Maasch mit seiner Nichte
September '89 Zur Wendezeit. Onkel Hubert mit seinem Liebling - seiner Nichte Friederike!