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Seit 1949 habe ich eine Lähmung in beiden Beinen. Nach dreijährigem Krankenhausaufenthalt konnte ich 1953 als ungelernte Hilfskraft im Büro anfangen. Danach vier Jahre Volkshochschule und ich konnte meinen Lebensweg gestalten. Bis 1990 im Büro gearbeitet - mit Unterbrechung 1965-1968 .1964 wurde unsere Tochter geboren. 1956 haben mein Mann und ich geheiratet, 2006 goldene Hochzeit gefeiert.
Als Invalide konnte ich seid 1964 immer in den Westen fahren, mein Mann aber nicht. Die letzten Monate 1989 wurden wir ja auf Notsituationen aufmerksam. Im Betrieb wurde schlecht gearbeitet und kein Mensch wusste, was passiert in Berlin, in Dresden und Leipzig. Wir hörten täglich mehr Radio und sahen viel Fernsehen und keiner konnte die Worte von Honecker bei der Grußrede verstehen, es war doch schon viel verloren! Die Grenzen nach dem Süden waren brüchig und in der CSSR waren die Botschaften voller deutscher Menschen. Nun haben wir die Leitung Schabowski und Krenz - und als dann die Worte erklangen „Die Grenzen sind geöffnet, in Berlin und überall" ...
Mein Mann und ich nahmen uns in die Arme, wir weinten, haben die ganze Nacht nur ferngesehen und mit all den Lieben in Ost und West telefoniert! In den Betrieben begann eine schwere Zeit. Die Mitarbeiter waren dann mit Auto und Zug in Richtung Westen unterwegs - so auch mein Mann und ich. Ich konnte seit 1978 Auto fahren, behindertengerecht umgebaut, und wir waren dann auch auf den Straßen Richtung Hamburg unterwegs.
Wir sind dann seit 1990 vom Betrieb entlassen, mein Mann und auch ich, und nun sind wir seit 1990 Rentnerin und Rentner. Aber glücklich sind wir trotz vieler Sorgen. Mein Mann ist heute 78 und ich 76 Jahre als, und beide Invaliden
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