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Am 07.11.1989 reisten meine Frau und ich zu einer Kur nach Altenhof am Werbellinsee. Nicht ahnend, was gleich darauf passiert. Am 09.11.89 stellte ich morgens mein Kofferradio auf dem Nachtschrank an. Da hörte ich eine Reportage mit einer Frau in Westberlin, sie schilderte wie es die Nacht um 1 Uhr bei ihr klingelte. Da stand plötzlich ihre Schwester aus dem Osten vor ihr. Nun merkte sie, dass die Mauer geöffnet war. Wir erfuhren es dann auch aus den Nachrichten. In unserem Hotel war natürlich dann der Teufel los, der Alkohol tat sein Übriges. Die Züge nach Berlin waren übervoll, die Arbeiter kamen kaum noch mit. Am Werbellinsee haben wir erst einmal gemerkt, wie die Funktionäre gelebt haben (Haus des ZK, des DfD, Pionierrepublik, usw.).
Drei Wochen später, nach unserer Rückkehr in die Heimat bei Magdeburg, sind wir dann einen Tag nach Königslutter gefahren, auch die A1 war damals voll von Trabanten und Wartburgs. Wir konnten dann 1 zu 1 umtauschen, pro Person 100 DM. Vorher wurden wir aber an der Grenze bei Marienborn noch kontrolliert, bei der Rückfahrt dann ebenfalls. So haben wir den Herbst 89 erlebt.
Heute freuen wir uns, dass die Grenzen so offen sind. Als Rentner wünsche ich mir, dass Ost und West endlich gleiche Renten bekommen und nicht mit 12 % Unterschied.
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